FREIWILLIGENDIENSTE
So viele und so vielfältig wie nie: Ein starkes Freiwilligenjahr
2024 war für die Freiwilligendienste beim ASB Berlin ein Rekordjahr: Noch nie haben so viele junge Menschen ihr Engagement bei uns gestartet. Mit neuen Bildungspaketen, vielfältigen Einsatzstellen und einem engagierten pädagogischen Team wird der Freiwilligendienst zu einem Jahr voller persönlicher Entwicklung, Gemeinschaft und sinnstiftender Erfahrungen.

Rekordbeteiligung: So viele Freiwillige wie nie zuvor
2024 starteten so viele junge Menschen wie noch nie zuvor ihren Freiwilligendienst beim ASB Berlin. 70 Freiwillige entschieden sich, ein Jahr lang Zeit, Energie und Engagement in soziale und kulturelle Arbeit zu stecken. Sie unterstützen Menschen in Kitas, im Rettungsdienst, in der Erste-Hilfe-Ausbildung, in Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung, im Krankenhaus, in sozialen Einrichtungen oder auch an eher ungewöhnlichen Einsatzorten wie einem Kindertheater oder einem Bundestagsbüro.
Begleitet werden sie vom pädagogischen Team des ASB Berlin, das sowohl einzelne Projekttage und Seminarpakete als auch Einsatzstellenbesuche koordiniert, mit dem Ziel, Austausch zu ermöglichen, Selbstvertrauen zu stärken und gemeinsames Lernen auf Augenhöhe zu fördern. Die Freiwilligen bringen dabei ihre ganz eigenen Perspektiven mit, und oft entstehen in den Gruppen intensive Gespräche, neue Freundschaften und Perspektivwechsel.

Seminarprogramm zum Freiwilligendienst beim ASB Berlin.
Bildungspakete: Lernen, erleben, mitgestalten
2024 wurden mehrere neue thematische Bildungspakete eingeführt, die von den Freiwilligen positiv aufgenommen wurden. Im Koch- und Ernährungspaket arbeiteten die Freiwilligen mit dem Verein Über den Tellerrand zusammen, lernten nicht nur gesunde Rezepte kennen, sondern kamen auch mit Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Background ins Gespräch Im Paket „Handwerk und Kunst“, das in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Archiv der Jugendkulturen und der Regenbogenfabrik realisiert wurde, entstanden vielfältige Werke. Von Comics über Linol- und Siebdrucke bis hin zu dem Bau eines sogenannten Berliner Hockers. Besonders eindrücklich war zudem das Paket zum Thema „Leben mit Beeinträchtigung“. Hier versetzten sich die Teilnehmenden durch praktische Übungen in andere Lebensrealitäten, etwa, indem sie mit Simulationsbrille oder im Rollstuhl in der Stadt unterwegs waren. Viele berichteten danach, wie nachhaltig sie diese Perspektivwechsel bewegt haben und auch Einzug in ihren nachfolgenden Alltag gefunden haben.
Das Paket „Genial Sozial“ war zudem ein echtes Highlight: Die Freiwilligen packten tatkräftig bei der Berliner Tafel und im Britzer Waldgarten mit an. Bei der Berliner Tafel meisterten sie logistische Herausforderungen im Trubel des Alltagsbetriebs, hier engagieren sich täglich bis zu 100 Ehrenamtliche, die rund 850 kg Lebensmittel verteilen.
Im Waldgarten ging es um Biodiversität: Die Freiwilligen lernten etwa, wie Teiche und Kräutergärten ökologische Vielfalt fördern oder wie wassersparende Bewässerungstechniken breitflächig genutzt werden kann. Das Wissen können sie nun auch in ihren Einsatzstellen, zum Beispiel in Kitas, an Kinder weitergeben und so junge Menschen für Natur und gesellschaftliches Engagement begeistern. Die Erfahrung zeigte allen Beteiligten deutlich: Ehrenamtliche Arbeit ist nicht nur wichtig für die Gemeinschaft, sondern bereichert auch jeden Einzelnen. Die gemeinsamen Erlebnisse machten deutlich, wie viel Freude und Sinn im Einsatz für andere liegt.
Zwischenjahr mit Sinn: Wachsen, ausprobieren, begleitet werden
Für viele ist dieses Jahr ein echtes Zwischenjahr: zwischen Schule und Ausbildung oder Studium, zwischen Kindheit und Erwachsensein. Umso wichtiger ist ein Rahmen, in dem man wachsen kann, ohne überfordert zu sein. Das pädagogische Team ist dafür da, zuzuhören, Fragen zu stellen, Ideen weiterzudenken und die Gruppe zu begleiten. Auch wenn das Jahr manchmal anstrengend ist, zeigt sich immer wieder, wie viel Energie in der gemeinsamen Arbeit steckt und wie sehr die Arbeit des pädagogischen Teams wertgeschätzt wird.
Dass uns so viele junge Menschen ihr Vertrauen schenken, freut uns und motiviert uns, den Freiwilligendienst in Berlin weiterhin stark und lebendig zu gestalten.
Julian Gerlach

„Man hat einfach eine ganz andere Sicht auf das ganze Thema“
Max über das Seminar „Leben mit Beeinträchtigung“
Kontakt
Team Freiwilligendienste
ASB Landesverband Berlin e.V.
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